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  • blechtram 5:53 pm am May 29, 2019 Permalink | Antworten
    Tags: Beat-Generation, Bettine von Arnim, James Dean, , Live Fast Die Young,   

    Momente voller Plunder: Arnim & die Beat-Generation 

    Quelle: Die immer grossartige Zvab.com-Photographie

    Ein weiterer Moment voller Plunder aus der Kulturgeschichte. Heutiges Fundstück: Bettine von Arnim denkt an einem Brief an Karoline von Günderrode [sic] über die Beat-Generation und James Dean nach:

    Da ist’s deutlich, daß der Geist auch nur Frühlingsatem schöpft und daß Jugend nicht in Zeit sich einschränkt, die vergeht, da Lebenslust nicht vergehn kann, weil, wie Natur Frühling aufatmet, wir Lebensbegeisterung aufatmen.– Es ist dumm, was ich hier sag, ist nicht uneingehüllter Geist, der den Wahn vernichtet, aber unter der armseligen Hülle des zwanzigmal wiederholten Vergleichs liegt einer zerschmetternden Antwort Keim auf das, was Du mir schon mehr als einmal gesagt hast: „Recht viel wissen, recht viel lernen, und nur die Jugend nicht überleben. – Recht früh sterben!“

    (Bettine v. Arnim: Die Günderode. Leipzig: Insel 1983 [1840]. S. 413.

    Abb. Deutsches Textarchiv

     
  • blechtram 10:04 am am March 2, 2019 Permalink | Antworten
    Tags: Bettine von Arnim, , Nachpetern,   

    Toller Ausdruck der Woche: Etwas nachpetern 

    Quelle: ZVAB

    Schreibt Bettine von Arnim in ihrem Buch Die Günderode (1840):

    Du weißt, Du sagtest, der [ein Tiroler] hab ein Antlitz und kein Gesicht, ich fragte: was ist das, ein Antlitz? – Du belehrtest mich, das sei noch aus der Form Gottes, nach seinem Ebenbild geschaffen, aber Gesichter, die seien nur so nachgepetert, wo die Natur nicht hat wollen mit dabei sein und die Philister allein sich erzeugen lassen […].

    Bettine von Arnim: Die Günderode. Leipzig: Insel 1983 [1840]. S. 267.

    Etwas nachpetern: hier eindeutig im Sinne von „etwas nachlässig und minderwertig kopieren oder nachahmen“. Interessanterweise finden sich dafür überhaupt keine Belege, weder in geläufigen Wörterbüchern (Grimm, DWDS, Duden, Adelung), noch bei Lord Google. Eine Ableitung vom Englischen „to peter (out)“ (ausdünnen, auslaufen) ist natürlich denkbar, halte ich aber für unwahrscheinlich.

     
  • blechtram 9:48 am am February 16, 2019 Permalink | Antworten
    Tags: Bettine von Arnim, Emojis, Kulturgeschichte, ,   

    Momente voller Plunder: Arnim & Emojis 

    Quelle: Die immer großartige zvab.com-Photographie

    Volume 1 der Momente voller Plunder aus der Kulturgeschichte. Heutiges Fundstück: Bettine von Arnim denkt an einem Brief an Karoline von Günderrode [sic] über die Erfindung der Emojis nach:

    „Im Gartenhäuschen, wo wir vorm Jahr um die Zeit uns zum erstenmal gesehen haben – also ein ganz Jahr sind wir schon gut Freund miteinander???!!! – – – und so könnt ich fortfahren, Zeichen zu machen der Verwunderung, des Stummseins, des Denkens – Seufzens; ja, wenn ich ein Zeichen des Schauderns, der Tränen zu machen wüßte, so könnte ich die Blätter voll der merkwürdigsten Gefühle bezeichnen, denen ich kein Namen zu geben weiß.“

    Bettine v. Arnim: Die Günderode. Leipzig: Insel 1983 [1840]. S. 174.

    Abb: http://www.deutschestextarchiv.de/book/view/arnimb_guenderode01_1840/?hl=Schauderns&p=259

     
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