Toller Ausdruck der Woche: Wippsterz

Wippsterz, der

Fundort: irgendeine Theaterzeitschrift des 18. Jahrhunderts

Wippsterz ist eine ältliche, vom Duden als „landschaftlich“ klassifizierte Form von Bachstelze. Im Kontext des Fundorts (habe vergessen wo genau) war es aber deutlich als Bezeichnung für einen dandyhaften Nervösling gemeint, diese Bedeutung findet sich lexikalisiert nur noch im Deutschen Wörterbuch von den Grimms:

übertragen verwendet für einen unruhigen, in steter bewegung befindlichen menschen, belege s. in den zu 2 angeführten wörterbüchern.

Gebildet wird das Wort aus „wippen“ und „Sterz“ (für Schwanz). Einige grossartige Varianten finden sich auch in Brehms Tierleben:

Haus-, Stein- oder Wasserstelze, Wege-, Wasser-, Quäk- und Wippsterz, Bebe-, Wedel- und Wippschwanz, Klosterfräulein oder Nonne, Ackermännchen etc.

Brehms Illustrirtes Thierleben (1866) im DWDS

Vorschlag: Wieder geläufig einführen für nervöse Zeitgenoss*innen. „Was für ein Wippsterz“, „Sei doch nicht so ein Wippsterz“ etc. Bitte in der nächsten Chat-Nachricht verwenden.