Beflegelung

Beflegelung, die

Fundort: in der Studie: Wendler, Anton Wilhelm: Der Wiener Journalismus der Josephinischen Epoche und seine Stellungnahme zu den Problemen der dramatischen Literatur und des Theaters (unter besonderer Berücksichtigung der publizistischen Tätigkeit Johann Friedrich Schinks in Wien). Diss. Wien 1958.

Eine Beflegelung ist eine wüste Beschimpfung, auch als Verb verfügbar: jemanden beflegeln. Ein Superwort. Ich habe nicht notiert, ob es in Wendlers Studie von ihm selbst oder als Zitat aus josephinischer Zeit vorkam. Die Befunde aus dem DWDS (drei Belege bei Tucholsky) legen aber nahe, dass Wendler das Wort selbst verwendet, weil das Wort im DWDS-Korpus nur fürs frühmittige 20. Jahrhundert, nicht fürs 18., überhaupt belegt ist. Tolles Wort, ab sofort werden Leute wieder beflegelt, nicht beschimpft oder beleidigt.

Tok Tok Tok: 50 Ways to Leave Your Lover

Rating: 4.6/10
Rated as
: Album
Album Status
: for Fans
Released: 1999
Specific Genre: Vocal Jazz
Main Genre: Jazz
Undertones
: Soul Jazz, Pop Soul, Soul
Label: Einstein

1 Monkey-See and Monkey-Do 2 Alone Again 3 Day Tripper 4 I’ll Never Fall in Love Again 5 50 Ways to Leave Your Lover 6 Crime of Crimes 7 The Jack 8 Straighten Up and Fly Right 9 I Wish 10 Her Majesty 11 Sometimes I Feel Like a Motherless Child 12 Hallelujah 13 Boogie Woogie Bossa Nova

Love is monkey-see and monkey-do

A stylish little combo somewhere between soul and jazz, consisting (almost) exclusively of a vocalist, a double bass and a saxophone, with an occasional human beatbox serving as percussion. Tokunbo Akinro’s vocals are smooth and convincing, the resulting minimalist sound being the concept here works surprisingly well. They do covers of jazz, jazz-pop, pop and soul standards, with a heavy focus on the 1970s. Highlights are Paul Simon’s title track and Stevie Wonder’s „I Wish“, still pretty funky even in this stripped-down arrangement. This low-key, acoustic approach makes for a quite consistent quality of the different performances, their smoothified-funk-sound really only goes awry on „Sometimes I Feel Like a Motherless Child“, where spark and soul are tossed aside. But overall, this is pleasant and heartfelt background soul jazz by a talented band. But don’t fool yourself into thinking that all moments of these 59 and a half minutes, feeling like cover-song warm ups here and there, are all equally exciting.

Die Schlägels

Diskographie

Mach mir bitte ’ne Freude (1963)

Ich hab sie da drüben stehen sehen
Trübsal
Anna (geh zu ihm)
Ketten
Jungs
Frag mich wieso
Mach mir bitte ’ne Freude
Na hopp, sei mein Schatz
P.S. Ich liebe dich
Baby, du bist es
Soll ich dir ein Geheimnis verraten?
Ein Hauch von Honig
Es gibt einen Ort
Zappeln und schreien

Mit den Schlägels (1963)

Dauert nicht mehr lang
Ich muss nur
Nerv nicht
Kleines Mädel
Dann kamst du
Bitte, Herr Briefträger
Stück mal’n rück, Beethoven!
Halt mich fest
Du hast mich in der Tasche
Ich will dein Kerl sein
Die ist von Grund auf böse
Kein zweites Mal
Knete

Eine Nacht aus hartem Tag (1964)

Eine Nacht aus hartem Tag
Hätte ich besser wissen sollen
Wenn ich mich
Ich find’s schon toll, nur mit dir zu tanzen
Und ich liebe sie
Sag mir warum
Kann mir keine Liebe kaufen
Rund um die Uhr
Dann heul ich halt
Was wir heute gesagt haben
Wenn ich nach Hause komme
Das kannst du nicht machen
Ich komme wieder

Schlägels im Ausverkauf (1964)

Keine Antwort
Ich bin eine Null
Meine Flamme trägt schwarz
Sexmusik
Ich wende mich nach der Sonne
Herr Mondlicht
Südwindstadt / Hejo!
Acht Tage die Woche
Worte der Liebe
Honigmaus, hör auf
Jedes kleinste Ding
Ich will hier nicht die Spassbremse sein
Was du da machst
Alle wollen meine Honigmaus sein

Hilfe! (1965)

Hilfe!
Letzte Nacht
Du musst deine Verliebtheit überspielen
Ich brauche dich
Ein anderes Mädel
Du wirst dieses Mädel verlieren
Fahrschein
Sei einfach du selbst
Es ist nur Liebe
Du magst mich zu sehr
Sag mir, was du siehst
Ich hab grad ein Gesicht gesehen
Gestern
Irre Fräulein Ira

Gummi-Seele (1965)

Sei mein Chauffeur
Norwegisch Holz (Diese Maus ist raus)
Du willst dich nicht mit mir treffen
Nirgendmann
Denk dir’s selbst
Das Wort
Michaela
Was geht?
Mädel
Ich durchschau dich
In meinem Leben
Wart mal!
Wenn ich wen bräuchte
Renn um dein Leben

Drehpistole (1966)

Steuerinspektor
Eleanor Bergkammdorf
Ich schlafe doch nur
Unbedingt, dass du
Hier, dort und überall
Gelbes Unterseeboot
Hat sie gesagt, hat sie gesagt
Guter Tag Sonnenschein
Und dein Vogel kann zwitschern
Für niemanden
Doktor Robert
Ich möchte dir erzählen
Muss dich in mein Leben kriegen
Morgen weiss nicht

Oberfeldwebel Pfeffers Tanzorchester der einsamen Herzen (1967)

Oberfeldwebel Pfeffers Tanzorchester der einsamen Herzen
Mit ein wenig Unterstützung meiner Freunde
Lucia im Himmel mit Diamanten
Wird besser
Ein Loch stopfen
Sie verlässt Heim und Herd
Zugunsten von Herrn Drachen gibt’s
Selbst in dir, ausser dir selbst
Wenn ich vierundsechzig bin
Schöne Rita
Guten Morgen Guten Morgen
Oberfeldwebel Pfeffers Tanzorchester der einsamen Herzen (Zugabe)
Ein Tag im Leben

Magische Mysteriösitätentour (1967)

Magische Mysteriösitätentour
Der Narr auf dem Hügel
Fliegen
Blauhäherweg
Deine Mutter sollte das wissen
Ich bin das Walross („Nein, bist du nicht!“ sagte die kleine Nicole)
Hallo, und tschüss
Erdbeerfelder für immer
Pfennigschneise
Schatz, du bist Krösus
Alles, was du brauchst, ist Liebe

Die Schlägels (1969)

Zurück in der UdSSR
Liebe Umsicht
Glasszwiebel
Hoppe Hoppe Reiter
Wilde Honigmaus
Die Fortsetzungsgeschichte von Plattenbau-Didi
Während meine Gitarre sanft wimmert
Glück ist eine warme Knarre
Martha mein Liebling
Ich bin so müde
Amsel
Schweinchen
Wolfi Waschbär
Lass mich nicht links liegen
Wieso machen wir’s nicht mitten auf der Strasse?
Ich werde es tun
Julia
Geburtstag
Dein Blues, wa?
Mutter Naturs Sohn
Alle haben etwas zu verstecken ausser mir und mein Affe
Maharishi
Rutschbahn
Lang, lang, lang
Umsturz Eins
Honigmaus
Savoyer Trüffelpraline
Weine, Baby, weine
Umsturz Neun
Gute Nacht

Gelbes Unterseeboot (1969)

Gelbes Unterseeboot
Nur ein nördliches Lied
Jetzt alle zusammen
Hey Bulldogge
Es ist alles zu viel
Alles, was du brauchst, ist Liebe
Pfefferland
See der Zeit
See der Löcher
See der Monster
Marsch der Miesepeter
Pfefferland geschrottet
Gelbes Unterseeboot in Pfefferland

Everest (1969)

Gleichzeitig kommen
Ein gewisses Etwas
Alfreds Silberhammer
Oh! Liebling
Tintenfischs Garten
Ich will dich (sie ist so krass)
Hier kommt die Sonne
Weil
Du gibst mir nie dein Geld
Sonnenkönig
Fieser Herr Senf
Polyethylen Paula
Sie kam durchs Badezimmerfenster
Goldener Schlummer
Die Bürde schultern
Das Ende
Ihre Majestät

Lass es werden (1970)

Wir beide
Ponies pudeln
Durchs Universum hindurch
Ich Mir Meins
Lass dich gehen!
Lass es werden
Cornelia Kramer
Ich hab so’n Gefühl
Der nach dem Neun-nach-Neuner
Die lange und gewundene Strasse
Schmoll dir nach
Zurück

Dies ist die komplette (offizielle) Diskographie der bekannten Band Die Schlägels (Friedrich, August, Wilhelm und Ringo).

Sun Ra: Disco 3000

Rating: 6.6/10
Rated as
: Album / Live
Album Status
: for Fans
Released: 1978
Recorded: 1978
Specific Genre: Free Jazz
Main Genre: Avant-Garde Jazz, Jazz
Undertones
: Free Improvisation, Jazz Fusion
Label: Saturn

1 Disco 3000 2 Third Planet 3 Friendly Galaxy 4 Dance of the Cosmo-Aliens

A straight line through a Pollock-painting

A live album by the Sun Ra quartet, taken from a reportedly busy time in Italy 1978 – there are more complete versions out there, but this LP (with a side-long jam and three shorter freak-outs) was the initial form of its release. It is not an essential release, but that doesn’t mean it’s not thoroughly entertaining for people drenched in carefree free jazz.

There is a brittle trumpet dominating the first part of the jam, sound volume shifts up and down (intentionally, I think, it sounds as if Sun Ra phases his keyboards in and out as an effect) and although there are some grooves and soloing, this is not the kind of free jazz that sounds as if its creators are constantly inspired and incessantly hit by epiphanies – this is more like a bored toddler rummaging around the attic, finding a million little things to keep her entertained for a moment, only to shift attention the next second. With Sun Ra, this approach works. In true improv-manner, Sun Ra messes with the then brand-new Crumar DS-2 synthesizer which could produce programmed rhythms – he turns those beats on and off, each of them like a straight line through a Pollock-painting. They give you the illusion you can groove for a second – but then they’re gone! Begone, structure! Sun Ra wants to chant „Space Is the Place“! (some point after the five-minute mark…)

The second side is a bit more groove-oriented, with some tribal stuff and recognisable patterns – there even is something like a song, since ‚melody prop‘ of the weird and fun jungle groove that is „Dance of the Cosmo-Aliens“ is based on „Sometimes I Feel Like a Motherless Child“. This becomes obvious about four minutes into the track. Also, check this out if you’re looking for stuff that heavily influenced Jimi Tenor.

Tinder vs. Kinder

Euripides: Alkestis. Leipzig: Reclam 1926. S. 44.

Nichts gegen Frakturschrift, aber Euripides‘ Tragödie Alkestis wird besser, wenn man hier „tinderlos“ statt „kinderlos“ liest.