milzsüchtig

milzsüchtig (Adj.)

Fundort: irgendein/e Theatertext oder
-zeitschrift aus dem 18. Jahrhundert

Milzsüchtig heisst laut dem Duden einfach hypochondrisch, und war im Kontext, den ich vergessen habe, auch eindeutig als Beleidigung oder Abwertung gemeint. Hatte seine besten Tage – so jedenfalls das DWDS – im späten 18. Jahrhundert, ca. 1760–1780, was auch genau in den Zeitraum des Textes fällt, wo ich es entdeckt habe (das weiss ich, weil es einfach aus einem Riesenhaufen theoretischer, journalistischer und belletristischer Texte aus eben dieser Zeit ist, die ich letztes Jahr lesen musste – ich weiss einfach nicht mehr, wo genau). Das DWDS hat für das 21. Jahrhundert null Belege dazu gespeichert, für das 20. Jahrhundert gibt es von 1900 einen Beleg, und von wem? Genau, vom Meister der gewundenen und originellen Beleidigung, Karl Kraus in der Fackel.

Schaut man sich aber die frühen Belege im DWDS an, als0 1600–1900, sieht man schon an der Liste, dass der Ausdruck anfänglich eher neutral und für eine medizinische Befindlichkeit verwendet wurde, die sich an der Viersäftelehre zu orientieren scheint: die Milz ist dort ja für die Überproduktion der schwarzen Galle zuständig, also für melancholische, kränkliche Menschen. Später aber, im heissen Zeitraum des späten 18. Jahrhunderts, wandelt sich das Wort dann zusehends zur Abwertung von Hypochondern. Mir ist egal, welche Form wieder Verwendung finden soll, fände ein ernsthaftes #milzsüchtig bei schlechter Laune und grosser Schwermut aber sehr hübsch.

Kulturgeschichtlich ist vielleicht noch darauf hinzuweisen, dass das aus dem Griechischen entliehene Englische Wort für Milz spleen ist, welches dann wiederum Baudelaire für seine spezielle Art der Schwermut im Le Spleen de Paris benutzt hat – die Anglisierung wird in deutschen Baudelaire-Übersetzungen beibehalten (Pariser Spleen, der Spleen von Paris). Da wäre mit der guten alten Milzsucht (oder schweizerisch Milzsüchtigkeit) doch einiges mehr drin gelegen:

Die grosse Milzsucht.

Pariser Milzsucht.

Paris: Milzsüchtig.

Nach mir die Milzsucht.

Und so weiter.

Cortázar vs. McLuhan

Kapitel 79

In Julio Cortázars Roman Rayuela (1963) macht sich der fiktive Autor Morelli in einer der im Text verstreuten poetologischen Reflexionen über ‚den Roman‘ so seine Gedanken (Kapitel 79) und veröffentlicht dabei ein Jahr vor Marshall McLuhan eine Variante der inzwischen bekannten Maxime „The medium is the message“. Die Schrift von McLuhan, der üblicherweise die Erstnennung des Dictums zugeschrieben wird, nämlich Understanding Media, erschien erst 1964. Allerhand! Morelli, bzw. Cortázar, knapp vor McLuhan! Gut, Morelli sagt eher so etwas wie „The messenger is the message“. Ich habe dann noch nachgeschaut, ob die deutsche Übersetzung von Fritz Rudolf Fries, die erst 1981 erschien, sich in irgendeiner vom spanischen Text abweichenden Form an McLuhan orientiert, das scheint aber nicht der Fall zu sein. Spanisch heisst die Stelle durchaus wörtlich: „Una narrativa que no sea pretexto para la transmisión de un ‚mensaje‘ (no hay mensaje, hay mensajeros y eso es el mensaje, así como el amor es el que ama) […]“. Natürlich, jetzt müsste man noch nachschauen, ob und inwiefern Varianten des Ausspruchs schon vorher in der Kulturgeschichte vorkamen, und ich bin mir sicher, dass man da bei so einer üblichen Kette von Joyce, Nietzsche, Fr. Schlegel, Cervantes bis zum guten Homer landen würde. Das kann gern jemand unternehmen. Aber die diesbezügliche Drängung Anfang der 1960er scheint mir hübsch, und dass McLuhan den Spruch dermassen für sich pachten konnte, scheint mir überdenkenswert, ohne dass ich damit unlautere Absichten verfolge.

Bettine von Arnim & die Beat-Generation

Quelle: Die immer grossartige Zvab.com-Photographie

Ein weiterer Moment voller Plunder aus der Kulturgeschichte. Heutiges Fundstück: Bettine von Arnim denkt an einem Brief an Karoline von Günderrode [sic] über die Beat-Generation und James Dean nach:

Da ist’s deutlich, daß der Geist auch nur Frühlingsatem schöpft und daß Jugend nicht in Zeit sich einschränkt, die vergeht, da Lebenslust nicht vergehn kann, weil, wie Natur Frühling aufatmet, wir Lebensbegeisterung aufatmen.– Es ist dumm, was ich hier sag, ist nicht uneingehüllter Geist, der den Wahn vernichtet, aber unter der armseligen Hülle des zwanzigmal wiederholten Vergleichs liegt einer zerschmetternden Antwort Keim auf das, was Du mir schon mehr als einmal gesagt hast: „Recht viel wissen, recht viel lernen, und nur die Jugend nicht überleben. – Recht früh sterben!“

(Bettine v. Arnim: Die Günderode. Leipzig: Insel 1983 [1840]. S. 413.

Abb. Deutsches Textarchiv

Etwas nachpetern

Quelle: ZVAB

Schreibt Bettine von Arnim in ihrem Buch Die Günderode (1840):

Du weißt, Du sagtest, der [ein Tiroler] hab ein Antlitz und kein Gesicht, ich fragte: was ist das, ein Antlitz? – Du belehrtest mich, das sei noch aus der Form Gottes, nach seinem Ebenbild geschaffen, aber Gesichter, die seien nur so nachgepetert, wo die Natur nicht hat wollen mit dabei sein und die Philister allein sich erzeugen lassen […].

Bettine von Arnim: Die Günderode. Leipzig: Insel 1983 [1840]. S. 267.

Etwas nachpetern: hier eindeutig im Sinne von „etwas nachlässig und minderwertig kopieren oder nachahmen“. Interessanterweise finden sich dafür überhaupt keine Belege, weder in geläufigen Wörterbüchern (Grimm, DWDS, Duden, Adelung), noch bei Lord Google. Eine Ableitung vom Englischen „to peter (out)“ (ausdünnen, auslaufen) ist natürlich denkbar, halte ich aber für unwahrscheinlich.

Bettine von Arnim & Emoticons

Quelle: Die immer großartige zvab.com-Photographie

Volume 1 der Momente voller Plunder aus der Kulturgeschichte. Heutiges Fundstück: Bettine von Arnim denkt an einem Brief an Karoline von Günderrode [sic] über die Erfindung der Emoticons nach:

„Im Gartenhäuschen, wo wir vorm Jahr um die Zeit uns zum erstenmal gesehen haben – also ein ganz Jahr sind wir schon gut Freund miteinander???!!! – – – und so könnt ich fortfahren, Zeichen zu machen der Verwunderung, des Stummseins, des Denkens – Seufzens; ja, wenn ich ein Zeichen des Schauderns, der Tränen zu machen wüßte, so könnte ich die Blätter voll der merkwürdigsten Gefühle bezeichnen, denen ich kein Namen zu geben weiß.“

Bettine v. Arnim: Die Günderode. Leipzig: Insel 1983 [1840]. S. 174.

Abb: http://www.deutschestextarchiv.de/book/view/arnimb_guenderode01_1840/?hl=Schauderns&p=259

Kraweel

Kraweel, das

Fundort: Ferien an der Ostsee

Das Kraweel ist ein tolles Wort und bezeichnet einen bestimmten Schiffstypus, der im Mittelalter aufkam. Sachgeschichte: Das Spezifikum dieses Schiffstypus ist der Kraweelbau (der es, Wortgeschichte, in den Duden geschafft hat, im Gegensatz zum Kraweel selbst), bei welchem die Planken „kraweel gebaut“ (Adverbialkonstruktion!) nebeneinanderliegen, nicht wie bei der Klinkerbauweise einander überlappen wie Dachziegel. Wortgeschichte: Das Kraweel, dessen bekannteste Ausformung die bekanntere Karavelle gleicher etymologischer Herkunft ist, ist von französisch caravelle von portugiesisch caravela von spätlateinisch carabus von griechisch κᾱ́ρβος (kā́rabos) abzuleiten, was ungefähr ‘kleines, leichtes Boot‘ zu bedeuten scheint.

Hier tut sich nochmal ein völlig anderer Eintrag auf, ein Vorläufer des Kraweels hiess nämlich Holk oder Hulk, bezeichnete anfangs ein leichtes, später ein grosses, schwerfälliges Schiff. Dies führte im Englischen zur Bedeutungsübertragung von hulk im Sinne von big, clumsy person. Der Comic-Charakter Hulk ist also nach einem Schiffstypus benannt.

Damit wäre die Sache hier normalerweise erledigt, allerdings muss man bei dem Wort Kraweel natürlich auch an Loriots Nummer aus dem Film Pappa ante Portas (1991) denken, in dem ein Gedicht vorgelesen wird, das inzwischen meistens mit “Krawehl!” oder “Kraweel!” betitelt wird, im Film aber Melusine heißt. Ich kannte den Sketch vor dem Schiffstypus und hatte keine Ahnung, dass es sich auch um ein tatsächliches Wort handelt.

In dem Sketch verliest der ältliche Dichter Lothar Frohwein (gespielt von Loriot), in Lederjacke und mit strähnigem, dünnem Haar sowie Schluckauf, folgendes Gedicht:

Melusine

Kraweel! Kraweel!
Taubtrüber Ginst am Musenhain!
Trübtauber Hain am Musenginst!
Kraweel! Kraweel!

Die tatsächliche Schreibweise (Kraweel oder Krawehl) ist mir unklar, auf das Drehbuch habe ich momentan keinen Zugriff (es scheint aber ein Verkaufsexemplar zu geben!). Auf Youtube findet man den Sketch eher geschrieben als Krawehl, in bildungsbürgerlicheren Kontexten (wie diesem Artikel aus Die Welt) wird die Schreibweise Kraweel bevorzugt (weil es das Wort nunmal gibt?). Das Sketch-Gedicht ist nicht nur Gegenstand diverser Loriot-Exegesen und komiktheoretischer literaturwissenschaftlicher Abfassungen (Tulzer 2011, Gerigk 2015), sondern wird auch im Netz rege diskutiert – unter anderem auf hohem Niveau, aber mit unterschiedlich ausgeprägtem Differenzierungsinteresse für den medialen Kontext des Gedichts. So zum Beispiel in dem Forum StackExchange: Wo die einen überzeugend nachweisen, dass das Gedicht textimmanent betrachtet durchaus interpretierbar ist (was die Filmparodie übrigens noch witziger macht), kommen die anderen und monieren, dass es aber doch in einem Film parodistisch als Nonsens gemeint, rein fiktional sei, und deswegen gar nichts bedeuten könne (bzw. dürfe); wo die einen auf die Autorintention Loriots (aber inkonsequenterweise nicht des fiktionalen Autors Frohwein) des Gedichts als Nonsens pochen, brennen die anderen wieder einmal die Wunderkerze von rein rezeptionsproduzierter Bedeutung ab (durch die klassische Anekdote, dass ja auch als Nonsens konzipierte oder aleatorisch generierte Texte von Rezipient*innen mit Sinn ausgestattet würden – das beweist natürlich im Umkehrschluss nicht, dass jedes hermetische Gedicht Nonsens ist, aber so it goes). Und dann gibt es in dem verlinkten Forum die üblichen Verdächtigen, die die Qualität der parodierten unverständlichen Avantgarde-Lyrik schlicht mit der Qualität von Lyrik an sich gleichsetzen. Na.

Schnell einig ist man sich hingegen, wenn es um die Dichte der Allusionen des Textes und seines fiktionalen Aufführungskontextes geht. Da ist zunächst einmal die Figur des Lothar Frohweins selbst, dessen Lederjacke und Frisur an Peter Handke erinnern muss, allerdings an einen Handke, dessen Haare 1991 einerseits noch deutlich frischer aussahen und der anderseits zu diesem Zeitpunkt die Lederjacke als gegenkulturelles Signal schon abgelegt hatte.

Ein zukünftiger, abgehalfterter Möchtegern-Handke also, der wieder auf jung und wild macht – das passt perfekt zu der von Loriot gespielten Figur. Wer möchte, kann auch noch Frohweins spitze Nase mit dem einprägsamen Exemplar Trakls in Verbindung setzen, was mich aber selbst nicht genug überzeugt hat, um hier den Bildvergleich anzustellen.

Dann ist da Frohweins Text, der in fünf Zeilen (und mit enorm hoher innerer Redundanz – gerade mal 9 Morphem-Typen auf 20 Tokens: Kraweel; Taub; Trüb; -er; am; Muse; -n; Hain; Ginst) ein enormes Allusionspotenzial erreicht (die Epigonalität von Frohwein gehört ja zum Witz):

“Mit der Thomas Mann-Anspielung, dem antikisierenden Hölderlin-Schlag und den frei lautmalenden Versen à la Gottfried Benn ist kein bestimmter Dichter gemeint, nicht einmal ein Gegenwartsliterat, höchstens das Dilemma des epigonalen Schreibens, das sich selbst seiner Komik nicht bewusst ist“ (Gerigk 2011, 2).

Gerigk (die sich übrigens im Zitat für “Krawehl” entscheidet und an anderer Stelle darauf hinweist, dass die Lautlichkeit von “Kra-WEEL” ja tatsächlich dem Schluckaufgeräusch ähnelt, das Frohwein beim Lesen befällt, vgl. Gerigk 2015, 441) vergisst dabei Georg Trakl, der es mit Musen, Hainen, Alliterationen und Melusinen (gleich zweimal) ja nun zur Genüge hatte. Aber was natürlich stimmt: Weder Trakl noch Handke werden hier als Einzelerscheinungen angegriffen (höchstens ein bisschen), Ziel der Parodie ist (u.a.) eher ihr medial produzierter und von Epigonen angewandter Gestus als Dichterfiguren einer überalterten Avantgarde überhaupt, der dann wiederum vom spiessbildungsbürgerlichen Publikum übermäßig sakralisiert wird.

Kraweel, Kraweel! Textimmanent, da sollte man dem/der User*in “michael” rechtgeben, ist das Gedicht durchaus so konstruiert, dass eine die Parodie auf bildungsbürgerlichen Lyrikkonsum stützende, satirische Spitze entsteht:

„Eine [sic] Kraweel ist ja ein mittelalterlicher Schiffstyp, der erste und der vierte Vers verstehen sich also als „Ein Schiff! Ein Schiff!“. Dann wird es zugegeben etwas dunkel – immerhin handelt es sich ja um eine Parodie besonders verstiegener, abgelegener Gedichte -, aber ‚Ginst‘ ist durchaus nicht bedeutungslos, sondern heißt, wenn mein Duden recht hat, ‚Reisig‘ oder ‚Gestrüpp‘. Der Musenhain ist keine häufige Formulierung, aber gemeint ist ein kleiner Garten, in dem man sich zur Diskussion von Dichtung und Kunst trifft, in dem sozusagen die „Musen“ leben. Der zweite und dritte Vers bedeuten also „Reisig, der vom Tau noch trüb ist [sic, taubtrüb, nicht tau-trüb], am Hain der Dichtung“. Das hat natürlich mit der Melusine und der Kraweel auf ersten Blick wenig zu tun.

Also: Es handelt sich natürlich um eine Parodie und um ein Nonsense-Gedicht, das zudem ja im Film abgebrochen wird [sic – diese Beobachtung ist so im Film nicht zu finden, das Gedicht könnte auch zu Ende sein]. Aber die einzelnen Elemente tragen alle Bedeutung und beziehen sich aufeinander – Melusine und Kraweel auf die Wasserfrau und ein Schiff -, – Ginst und der Musenhain auf einen Garten oder einen kleinen Wald. Vielleicht ist ein liebliches Ufer gemeint, auf das die [sic] Kraweel sich hinbewegt? Vielleicht, um die Melusine abzuholen? Aber das kann man nicht sicher sagen. Ziemlich sicher nur scheint mir, dass es sich „Kraweel“ schreibt und dass die Wörter nicht ausgedacht sind. Warum aber der ziemlich unbekannte Arno Schmidt-Herausgeber Ernst Krawehl gemeint sein soll – einmal von der lautlichen Namensähnlichkeit abgesehen – will mir überhaupt nicht einleuchten.“ –User michael

Noch einmal besten Dank an User*in „michael“ mit ihrem/seinem zu diesem Zeitpunkt (~2019) sechs Jahre alten Forumsbeitrag, den ich ergoogelt habe (sechster Treffer). Als Synthese, aus der filmexternen Perspektive: Melusine kann hier einfach die ganze, automatisch Bedeutungsschwangerschaft behauptende Obsession der romantischen und expressionistischen Lyrik mit Mythen und ihren Wassernixen aufrufen, das Kraweel-Schiff passt motivisch dazu – es kann aber nicht gut anlegen (also Bedeutung einholen), da der Ort der Lyrik (der Musenhain) von trübem und taubem, also langweiligem und bedeutunglosem, Gestrüpp überwuchert ist. Das passt als Kommentar zu der parodierten Art hermetischer (romantischer Hölderlin- und expressionistischer Trakl-)Lyrik. Dass Melusine natürlich diejenige Wassernixe ist, deren Geheimnis nicht gelüftet werden darf, und deren Betrachter bestraft wird, sobald er sie in ihrer wahren Gestalt sieht, versteht sich hier von selbst; das kann man gern poetologisch lesen: Entweder ist das die hermetische Lyrik selbst, die Schönheit an sich oder ein selbstreferentieller Kommentar auf die Witzstruktur, die Loriot hier präsentiert (also dass Witze nicht mehr witzig sind, wenn man sie erklärt und so ‚ihr Geheimnis lüftet‘ – wobei ich wie gesagt glaube, dass eine Interpretation des vermeintlichen Nonsens-Gedichts die Sache witziger macht. Funktioniert aber auch ohne, sonst wär’ es nicht gut. Noch ein meme-haftes Loriot-Zitat: „Bin dafür, bin dafür – muss aber nicht sein!“).

Kraweel! Es gäbe jetzt noch Einiges zu sagen, da sich die Komik der Szene ja nicht in den dargestellten Beobachtungen erschöpft, aber eigentlich ging es ja nur um das Wort für einen bestimmten kraweel gebauten Schiffstypus, was wir hiermit abgehandelt hätten.

Weitere tolle Namen für Schiffstypen: Balinger, Bardze, Busse, Ewer, Holk, Kogge, Kreyer, Pleyte, Schnigge/Schnicke, Schute (Wesski 1999, 104).

Quellen:

  • (Online-Einzelverweise in den Hyperlinks)
  • Bloomsbury (bloomsbury.com)
  • Die Welt (welt.de)
  • Digitales Wörterbuch der Deutschen Sprache (dwds.de)
  • Duden (duden.de)
  • Gerigk, Anja: Komische Kommunikation im Kontext von Medien und Hochkultur. Warum „Krawehl!“ genauso funktioniert wie „Hurz!“. In: Diekmannsnhenke, Hajo, Stefan Neuhaus u. Uta Schaffers (Hg.): Das Komische in der Kultur. Marburg: Tectum Verlag 2015, S. 433–448.
  • Gerigk, Anja: Ein Genre, eine Philosophie. In: Medienobservationen (2011). URL: https://www.medienobservationen.de/2011/gerigk-loriot-ein-genre/
  • Omnia (omnia.ie)
  • Online Etymology Dictionary (etymonline.com)
  • StackExchange (stackexchange.com)
  • Textlog (textlog.de)
  • Tulzer, Friedrich: Loriot, der Dichter. Stuttgart: Heinz 2012.
  • Wesski, Tim: Fiktion oder Realität. Anmerkungen zum archäologischen Nachweis spätmittelalterlicher Schiffsbezeichnungen. In: Skyllis. Zeitschrift für Unterwasserarchäologie 2 (1999), H. 2, S. 96–106. URL: http://www.deguwa.org/documents/SKYLLIS_1999_2.Weski1.pdf
  • Wikipedia (wikipedia.de)
  • Wiktionary (wiktionary.org)

Nachtrag Juli 2019:

Jemand hat mich auf das Buch Loriot – Gesammelte Prosa hingewiesen, in der das Gedicht ebenfalls seinen Auftritt hat. Dort wird die Variante Kraweel verwendet, womit ich diese folglich als die korrekte, oder zumindest kanonische, bezeichnen kann:

Loriot: Gesammelte Prosa. Hg. v. Daniel Keel. Zürich: Diogenes 2006.

Entsatz

Entsatz

Fundort: Zauberberg, Thomas Mann

1) liberatio ab obsidione, suppetiae, nnl. ontzet: unterdes kam der hohmeister und der pfalzgrafe beim Rhein den belagerten zum entsatz.
2) horror, entsetzen

Quelle: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm

1) Befreiung belagerter oder eingeschlossener Truppen
2) die befreiende Truppe
Etymologie: entsetzen Vb. ‘erschrecken, aus Umzingelung befreien, eines Amtes entheben’ schließt an die reiche Bedeutungsentwicklung des Verbs im Mhd. an.

Quelle: Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache